Soundclown- Comedy der Musik?

Soundcloud? Soundclown? Loud sound? Mal schau’n…

So viel zu meinen ersten Assoziationen, als ich von dem Begriff Soundclown hörte.
Dieser Begriff als solches ist mir bisher so nicht unter die Ohren gekommen und doch klingt er nicht fremd. Trennt man diese Wortkonstruktion auf, so ergeben sich die Begriffe Sound und Clown.
Sound: Ein Begriff mit dem wir alle Arten von Klänge und erzeugten Tönen benennen.
Clown: Eine Figur aus dem Zirkusbereich welche die Leute mit lustigen Inszenierungen zum Lachen bringen soll.

Doch was kann man sich nun unter dem zusammengesetzten Begriff vorstellen? Um dies herauszufinden reichte eine kurze Suche nach Soundclown bei Soundcloud und bei Soundcloud fand ich Soundclown und wollte mal vorbei schau’n…naja wohl eher mal rein hören.
Was nah einem Zungenbrecher a la „Brautkleid bleibt Brautkleid und Blaukraut bleibt Blaukraut” kommt, ist im Grunde genommen genau das, was ich der Name hergibt.
Eine Soundcollage, welche einen „clowny“ Wirkung hat. Wie beim Wort selbst fand eine Zusammensetzung zweier Elemente statt, die für sich genommen nicht unbedingt auf den ersten Blick miteinander zu tun haben.
Wodurch entsteht aber nun dieser „Clown“ Effekt, durch den man sich bei einigen Nummern das schmunzeln doch nicht verkneifen kann?
Dies kann natürlich jeder für sich anders interpretieren, doch von meinem Gefühl her war es die Verschmelzung von verschiedenen Genres welche einzeln betrachtet so unterschiedlich sind, dass es auf dem ersten Blick jemanden in den Sinn kommen würde einen Zusammenhang zwischen diesen herzustellen, geschwiege denn zu kombinieren.
Doch genau diese Kombination führt zu einem Klangerlebnis bei dem ich mir das lächeln nicht verkneifen konnte. Wenn die Titelmelodie des berühmten Zeichentrickcartoons Inspector Gadgets zu den Rap Versen von Snoop Dogg erklingt, so kommt man aus dem Schmunzeln nur schwer wieder raus. Es war aber nicht nur dieser ulkige Charakter der mich amüsierte. Darüber hinaus wurde ich beim Anhören einiger Nummern in ein ungläubiges Staunen versetzt über die Tatsache, wie gut einige Titel zusammen passen. Ich bin mir sicher das der Remix des Kult Hits „Macarena“ und Macklemore’s Chart Hit „Thrift Shop“ einige Tanzbeine zum schwingen bringen würde, auch wenn die Idee, diese beiden Titel zu vereinen, zunächst sehr unpassend klingt.
Ein weiteres stilistisches Mittel auf welches man bei „Soundclown“ trifft ist das Samplen von Textfragmenten aus bestimmten Tracks, welche die Funktion der Melodie einer anderen Nummer oder Stückes annehmen. So wird die Overtüre aus dem Ballett „Der Nussknacker“ mit Textfragmenten und Samples aus „Smoke weed everyday“ neu arrangiert und melodilisiert.
Abschließend lässt sich sagen, dass sicherlich für jeden etwas dabei ist. Die teilweise kurzen bis mittellangen Soundfiles sind öfters für einen Schmunzler gut und man kann nie genau sagen was einen hinter dem play button erwartet.
Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und mit „Soundclown“ entsteht eine Bewegung welche sich durchaus als Comedy der Musik bezeichnen könnte.

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